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26.08.2026 Kategorie: Ejuwo

Wasser, Wind und Wellen – Watt will man Meer?

Eine Woche, zwei Schiffe und jede Menge Geschichten

Segelfreizeit 2026: Auch in diesem Jahr verbrachten wir wieder eine Woche auf dem IJssel- und dem Wattenmeer in den Niederlanden.

Gemeinsam mit 45 Jugendlichen und 8 Teamer*innen starteten wir am 5. Juli 2026 in Wolfenbüttel und Salzgitter-Bad und machten uns auf den Weg nach Harlingen. Am Nachmittag bezogen wir die Minerva und die Actief.

Am nächsten Tag konnte es mit dem Segeln losgehen. Dabei wurden wir von Skipperin Chris und Skipper Arnoud und ihren jeweiligen Maaten angeleitet. Auch die beiden Schiffshündinnen begleiteten uns die gesamte Woche.

Der erste Segeltag brachte jedoch direkt die erste Herausforderung mit sich: Ein Riss im Focksegel der Actief. So kam es dazu, dass die beiden Schiffe in unterschiedlichen Häfen übernachteten – in Makkum und Enkhuizen. Mit einem Ersatzsegel ging es am Dienstag dennoch unbeirrt weiter, und ein langer Segeltag stand bevor. In Lemmer angekommen, war die Energie trotzdem noch hoch genug für einige Runden Mister X.

Der Mittwochmorgen startete auf der Actief ganz getreu dem Tagesmotto: Bayern. Die Songauswahl zum Wecken beinhaltete dementsprechend Klassiker wie „Stern des Südens“, „Heidi“ und „Bayern“. In Workum angekommen, wurden sogar in fleißiger Handarbeit Käsespätzle zubereitet.

Am Donnerstag lautete das Ziel: Wattenmeer. Doch bevor es durch die Schleuse hinaus ins Salzwasser ging, gab es noch einmal die Möglichkeit, im IJsselmeer aus zu baden. Mit einem Sprung vom Schiff ins kühle Nass. 

Im Wattenmeer angekommen, ankerten wir auf zwei nahe gelegenen Sandbänken, damit wir am nächsten Morgen bei Ebbe aufs Watt laufen konnten. Doch vorher gab es am Abend direkt noch ein Highlight: Im Wasser waren biolumineszierende Algen – sprich: Das Wasser leuchtete, sobald man es in Bewegung brachte.

Der nächste Morgen wurde dann ausgiebig für Wattspaziergänge genutzt, bevor das Wasser zurückkehrte und uns der Wind – oder der Motor – nach Terschelling trug.

Nach der Abendandacht am Strand ging es für einen Großteil der Gruppe noch auf eine kleine Nachtwanderung. Besonders der Leuchtturm mit seinem mystischen Licht wurde dabei zum beliebten Fotomotiv.

Da wir zwei Nächte auf Terschelling blieben, war am Samstag ausgiebig Zeit für Stadterkundungen. Auch die Möglichkeit, Fahrräder auszuleihen, wurde genutzt, und einige machten sich mit einer kleinen Radtour auf den Weg zu einem anderen Strand. Hier konnten einige ihren Abenteuerdurst sogar mit Surfbrettern stillen.

Abgerundet wurde der letzte volle Tag durch ein Pubquiz rund um das Thema Segeln.

Am nächsten Morgen legten wir auch schon zum letzten Mal mit der Minerva und der Actief ab und machten uns auf den Rückweg nach Harlingen. Der Reisebus holte uns wieder ab, und zum letzten Mal wurde die Gute-Nacht- beziehungsweise in diesem Fall die Gute-Fahrt-Post verteilt.

Auf Wunsch einiger Teilnehmender legte der Busfahrer einen seiner Stopps bei McDonald’s ein. Wer hätte gedacht, dass eine so große Gruppe tatsächlich das gesamte McDonald’s-System lahmlegen kann? Die erhofften Burger und Pommes gab es so also erst beim nächsten Stopp.

Spät am Abend hieß es dann Abschied nehmen. Kurz vor der Ankunft wurden auch noch einmal die Liederhefte herausgeholt und gemeinsam gesungen.

Wir blicken nun auf eine Woche voller besonderer Erinnerungen, neuer Erfahrungen und lustiger Momente zurück – und freuen uns schon auf das nächste Abenteuer!

Die Crew der Actief und Minerva gemeinsam auf Terschelling.

Beitrag von Nikola Kügler